Zu den ltesten Gebuden in der Stadt Olpe zhlt die in den Jahren 1667 bis 1676 erbaute Rochus Kapelle (achteckiger Zentralbau mit 10 m Durchmesser, einer Holztre und sechs Fenstern) an der Straenabzweigung Westflische Strae/Pater-Deimel-Strae vor dem neuen Friedhof in Olpe vis-a-vis der etwas hher gelegenen Grtnerei Hochstein. Zum Bau der Kapelle, die seit dem 30.8.1988 in die Denkmalliste der Stadt Olpe eingetragen ist, verwendete man Feldsteine, die mit Lehm als Mrtelersatz verfestigt wurden. Der hl. Rochus und die hl. Agatha sind neben Sankt Martinus (als Hauptpatron) Nebenpatrone der Stadt Olpe. Im 16. und 17. Jahrhundert bestimmten Krieg und Brand und Pest das Leben der Olper Brger und letztere raffte viele dahin so dass man glaubte, dass nur noch die Frbitte eines Heiligen, nmlich dem Pestpatron St. Rochus helfen knnte. Ihm zu Ehren baute die Stadt Olpe mit Baubeginn ab 1667 eine Kapelle in der Hoffnung, das Olpe von der Pest verschont sein mge.Daneben versprachen der Stadtrat und viele damalige Brger am Rochustag eine Messe zu feiern und eine Prozession ab der Pfarrkirche durchzufhren. An der Tre der Kapelle steht ein Pappschild offen und ich betrete den kleinen dunklen Raum, der gleich zu Beginn durch ein schmiedeeisernes Gitter versperrt ist. Davor befindet sich ein Kerzenstnder und einige brennende Kerzen erhellen den Raum ein wenig. Der Blick fllt auf den hlzernen Altar und das Dreifaltigkeitsbild mit der Figur des hl. Rochus darunter. Links neben ihm der Diakon Laurentius und rechts vermutlich der hl. Martinus. An den Auenwnden wurden die Figuren der hl. Barbara und der hl. Agatha befestigt. Von der Kuppel erstrahlt in matteren Farben das Auge Gottes als Kuppelrelief (Darstellung der Dreifaltigkeit) die alle vom Olper Bildhauer Johann Nikolaus Dringer (1700 1756) geschaffen worden sind. Die Sieben-Schmerzen-Madonna auf der linken Kapellenwand entstand vermutlich im 19. Jahrhundert. Die Kapelle - westflischer Barock - ist ansonsten mit neun Bankreihen schlicht gehalten und in ihr liegt seit dem Jahre 1746 Vikar Peter Ludovici begraben. Am Tag vor dem Rochustag (dem 15.August) erwacht die Kapelle zu neuem Leben wenn das einst von den Stadtvtern und der Bevlkerung gegebene Gelbde mit einer Messe und der Prozession gehalten wird.Dass die sich die Rochus Kapelle heute wieder in tadellosem Zustand den Friedhofsbesuchern, Glubigen und Gsten prsentiert, ist den Freunden der Rochus Kapelle damals ca. 30 Brgerinnen und Brgern als Anlieger der Kapelle - zu verdanken, die sich 2012 zusammengefunden haben. Im Frhjahr 2015 wurde die Kapelle mit erheblichem finanziellen Kraftakt (rund 25.000 Euro aus Spenden) renoviert. Die Auenbnke wurden erneuert, die Umgebung der Kapelle gepflastert, die Fassade (Putz) und der Farbanstrich wurden von Grund auf nach den Vorgaben des Denkmalamtes erneuert. Ein Strahler wurde installiert.Die Rochus Kapelle soll auch ein wrdiger Ort derTrauer fr Angehrige von Verstorbenen sein, quasi ein Ort der Ruhe und der Einkehr, wo man Lichter entznden und dabei ein Gebet sprechen kann. Die Freunde der Rochus Kapelle (Ansprechaprtenr ist Herr Martin Kemper, Seminarstrae 6 in Olpe)werden auch in Zukunft dafr sorgen, dass die Kapelle der Nachwelt erhalten bleibt.Eigentlich schade, dass man heutzutage den Kapellenraum mit einem Gitter abtrennen muss. Aber es leuchtet ein, da sonst das Inventar schnell zweckentfremdet wrde. Die zahlreichen Bnken unter schattigen Lindenbumen rund um das Gebude laden zum Verweilen ein.
Katholische Rochuskapelle ist eine deutsche Kirche mit Sitz in Olpe, Nordrhein-Westfalen. Katholische Rochuskapelle befindet sich in der Westfälische Str. 85, 57462 Olpe, Deutschland.
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